Ulis Culinaria

Bergen

Fischerei wird natürlich an der gesamten Atlantikküste Norwegens betrieben. Doch mit dem seit dem 13.Jh. bestehenden Fisketorget, dem Bergener Fischmarkt, ist die Stadt das traditionelle Zentrum des norwegischen Fischhandels.

Wohl deshalb hat man die norwegische Fischsuppe mit dem Namen Bergen verknüpft.

In der norwegischen Hafenstadt bereitet man die Bergens Fiskesuppe zu, indem man entgrätete Stücke von Heilbutt, Schellfisch, Kabeljau oder anderen Atlantikbewohnern in einem Gemüse-Sud mit reichlich Sahne schonend garziehen lässt. Die Fischsuppe gilt fast als Nationalgericht, auch wenn die Anzahl der von Herd zu Herd unterschiedlichen Zubereitungen die der Bergener Einwohner übertreffen soll. So gibt hier mal etwas Räucherschinken zusätzlich Geschmack ab, dort werden Fiskeboller, kleine Fischklöße, im Sud mitgegart, und fast überall variiert die Gemüsekomposition.

Von Bergens Hafen laufen auch die Schiffe der Hurtigsruta zu ihrer 1.500-Seemeilen-Reise bis Kirkenes aus. Sie verteilen auf der schnellen Route zwar nach wie vor Fracht an die über 30 anzulaufenden Küstenorte, aber den Hauptanteil des Geschäftes machen die Touristen aus, die sich mal ein wenig wie Nordpolar-Forscher fühlen wollen – und dabei den Luxus moderner Kreuzfahrer genießen.

Von Bergen aus starteten auch seit der Antike mit luftgetrocknetem Kabeljau (Stockfisch, →Stokke) beladene Schiffe, um diesen im Mittelmeerraum gegen Salz einzutauschen (→Aigues-Mortes, Sète).