Ulis Culinaria

Granada

Alhambra

Der Name der Stadt mit der unbedingt sehenswerten Burganlage Alhambra als maurischem Erbe auf spanischem Boden steht recht banal als Synonym für die Geflügelrahmsuppe Alhambra mit feinen Streifchen von Hühnerfleisch und gewürfelten Tomaten.

Die Alhambra gibt es auch als vergänglicheres, süßes Kunstwerk, nämlich als mit Erdbeercreme gefüllte Eisbombe, die mit kirschwassergetränkten Erbeeren garniert wird.

Gleich mit zwei Olivenölen ist Granada in der spanischen →DOP-Liste vertreten: Mit dem fruchtig-herben Aceite de Oliva Virgen de Montes de Granada und mit dem Aceite de Oliva Virgen Poniente de Granada, eher mild im Geschmack.

Außerdem lässt man die Bienen des Umlandes aus dem Blütennektar von Kastanie, Rosmarin, Avocado, Orange u.a. Honig produzieren, der als Miel de Granada ebenfalls →DOP-Schutz genießt.

Obwohl im Umland von Granada der Granatapfel in bescheidenem Umfang geerntet wird und sein Abbild das Wappen der Stadt Granada (wie auch das gesamt-spanische Staatswappen) schmückt, leitet sich der Name der Stadt sehr wahrscheinlich vom arabischen Namen Gar-anat (Pilgerhügel) ab, den die Mauren der Stadt während ihrer Herrschaft im Süden der iberischen Halbinsel verliehen. Die Frucht, auf spanisch und italienisch granada, französisch grenade, hat ihre Bezeichnung vom botanisch-lateinischen Namen Punica granatum, körnerreiche punische Frucht.

Mit rund 90% des spanischen Anbaus nimmt die Stadt →Elche in der weiter nordöstlich gelegenen Provinz Alicante die Rolle der Granatapfelhauptstadt Spaniens ein.

 

Im Mittelteil des Wappens von Granada ist ein grüner Zweig mit einem geöffneten Granatapfel dargestellt.

Auch das spanische Staatswappen enthält die symbolträchtige Frucht.