Ulis Culinaria

Johann Sebastian Bach

*1685 Eisenach, †1750 Leipzig

Das umfangreiche Werk des prominentesten Sprosses der weitverzweigten Musikerdynastie Bach war nach seinem Tod zwischenzeitlich etwas in Vergessenheit geraten. Heute gelten seine weltlichen und geistlichen Kompositionen als Meilensteine der Musikgeschichte. Zur Wiederentdeckung des Bach’schen Musik-Œuvres im späten 18.Jh. haben unter anderem die Komponisten der sog. Wiener Klassik beigetragen, zu denen auch Wolfgang Amadeus Mozart gehörte. Das musikalische Wunderkind, sechs Jahre nach dem Tod von J.S.Bach in Salzburg geboren, zeigte sich wiederholt beeindruckt von der Kunst des Leipziger Thomaskantors.

Gewölbe der St.-Thomas-Kirche in Leipzig

kl. Bild: Bach-Statue vor der Kirche

Musik für Seele und Gaumen

© Café Konditorei Fürst, Salzburg

Obwohl Bach Österreich nie selbst besucht hat, wurde sein musikalisches Schaffen im Jahr seines 300. Geburtstages 1985 auch dort gebührend gewürdigt.

Das nahm in →Salzburg der Urenkel von Paul Fürst und heutige Inhaber der von diesem gegründeten Konditoreien zum Anlass für eine süße Reminiszenz an den großen Musiker. Aus Schichten von Nuss-Trüffel, Mokka-Trüffel und Marzipan, übereinandergelegt wie in einer Fuge von Bach, schnitt er Würfelchen, die er durch einen Überzug aus Kuvertüre zu Pralinen machte.

Die Bachwürfel als Hommage an einen großen Komponisten haben im Hause Fürst einen weitaus bekannteren und vor allem authentisch salzburgischen Vorgänger: 

Bereits zum 100. Todestag von Wolfgang A. →Mozart im Jahr 1891 hatte Paul Fürst eine besondere Praline erfunden, die als Salzburger Mozartkugel Weltruhm erlangte. Sie besteht aus Pistazienmarzipan und Nougat, umhüllt von feiner Kuvertüre.

© Café Konditorei Fürst, Salzburg