Ulis Culinaria

Stromberg

Seit 1975 gehört der Ort zur westfälisch-münsterländischen Stadt Oelde.

Beim alljährlich im September abgehaltenen Stromberger Pflaumenmarkt wird eine Pflaumenkönigin gekürt. Deren Aufgabe ist, im Auftrag der →Schutzgemeinschaft Stromberger Pflaume zur besseren Vermarktung einer Sorte des Prunus domestica beizutragen, die Ende des 18.Jhs. vom Stromberger Ludwig Niedieck von der iberischen Halbinsel mitgebracht wurde und seitdem hier prächtig gedeiht. Die

Stromberger Pflaume g.U.

ist eher süß als sauer und deshalb kulinarisch vielseitig verwendbar. Das Fruchtfleisch der länglichen, leicht spitz zulaufenden Früchte hat einen relativ geringen Wassergehalt und bleibt daher auch beim Kochen oder Backen schön fest. Zudem löst es sich gut vom Stein. Diese Eigenschaften zeichnen die Stromberger Sorte als Angehörige der Zwetschgen-Gruppe aus.

Als Tafelobst, in Kuchen und Desserts, als Latwerge bzw. Mus oder als Brennstoff für Hochprozentiges – in welcher Form auch immer das Früchtchen den geschützten Namen tragen will, es muss in Stromberg oder nächster Umgebung (im Radius von 500m um den Ort!) geerntet und verarbeitet worden sein. 

Ihre Majestät Annika I. (Foto: Holger Tadick)

Immerhin ist die Stromberger Pflaume derzeit das einzige deutsche Obst, das mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung ausgestattet ist! Die Anerkennung als g.U. im Jahr 2013 war das erklärte Ziel der Schutzgemeinschaft, zu der sich 2008 die Pflaumenbauern zusammengeschlossen hatten. Der Verband wacht über die Einhaltung der mit dem Namensschutz verbundenen Qualitätsstandards für das Goldene Blau.