Ulis Culinaria

Banari

Cipolla di Banari

Seit 2003 erlebt das kleine Dorf auf Sardinien jedes Jahr Mitte Juli ein großes Fest. Geehrt wird die

Cipolla di Banari,

eine Variante von Allium cepa mit außerge-wöhnlich großen, leicht abgeflachten Knollen. Die goldgelbe Außenhaut, die saftiges, elfen-beinweißes Fleisch verbirgt, hat der Zwiebel zum Beinamen cipolla dorata verholfen.

Bei der sagra wird sie, begleitet von sardischen Tänzen und Gesang, in großer kulinarischer Vielfalt präsentiert. Wegen ihrer Größe, es wurden schon einzelne Exemplare mit einem Kilogramm gewogen, lässt sie sich z.B. gut mit Fleischfarce füllen und im Ofen schmoren.

Würde sie den weiten Weg von Sardinien bis ins Frankenland schaffen (und vielleicht noch ein paar würzige salsice mitbringen!), würde sie ohne Probleme als →Bamberger Zwiebel eingebürgert …

Oder sie begleitet als Beilagengemüse einen würzigen Lammbraten oder andere Fleischgerichte.

In manchen Liedern während des Zwiebelfestes werden die besonderen Eigenschaften der cipolle di Banari magischen Kräften zugeschrieben. Eher rationale wissenschaftliche Erklärungen weisen auf die lehmigen Böden der Region, auf ideale klimatische Bedingungen und auf die über lange Zeit betriebene züchterische Selektion durch die Zwiebelbauern aus Banari hin.